News 20.09.2019 - Programm - Verein

„Europa macht Schule“ ehrt 2000. Teilnehmerin und Heidelberger Standort-Team

Im zurückliegenden Programmjahr 2018/19 gab es einen Grund zu feiern: Zum 2000. Mal wurde Europa in ein deutsches Klassenzimmer gebracht! Bei der Erasmus+ Jahrestagung am 16. September 2019 in Saarbrücken zeichnete der DAAD die 2000. Teilnehmerin von Europa macht Schule und stellvertretend für alle ehrenamtlichen Studierenden das Standort-Team Heidelberg aus.

Herr Wölfle vom Standort Heidelberg erhält Blumen und Zertifikat von Frau Wintermantel und Herr Kraus. Alle lachen in die Kamera.
Frau Wintermantel (Präsidentin des DAAD) und Herr Kraus (Unterabteilungsleiter „Europäische Zusammenarbeit in Bildung und Forschung“ im BMBF) übergeben die Auszeichnungen für das Standort-Team Heidelberg stellvertretend an Herrn Wölfle (EmS-Standort Heidelberg).

Jedes Jahr führen über 200 europäische Studierende, die sich für einen Auslandsaufenthalt in Deutschland befinden, ein Projekt über ihr Heimatland an deutschen Schulen durch. Damit fördern sie ganz wesentlich das gegenseitige Verständnis und verbessern aktiv den europäischen Zusammenhalt.

Um das ehrenamtliche Engagement nicht nur der europäischen Gaststudierenden, sondern auch der Standort-Teams zu würdigen, wurde die 2000. Teilnehmerin von Europa macht Schule und das Heidelberger Standort-Team ausgezeichnet: Paula Sánchez Salvador überzeugte den Vorstand von Europa macht Schule e.V. und das DAAD-Koordinationsteam mit ihrem außergewöhnlichen Einsatz für ihr Projekt zum Thema Tourismus und Vorurteile über Spanien in einer 9. Klasse.

Das Heidelberger Standort-Team berichtete über ihr herausragendes Engagement: „Paula stach im Vergleich zu unseren übrigen Studierenden heraus, weil sie mit ihrem Projekt mehrere Themen verknüpft und letztendlich zu dem beigetragen hat, was im Zentrum von Europa macht Schule steht: den interkulturellen und innereuropäischen Austausch ein Stück weiter zu bringen. Beeindruckend für uns war jedoch der Kern ihrer Unterrichtsstunden: Zwar brachte sie den Schüler/-innen das Thema ‚Tourismus in Spanien‘ näher, doch legte sie einen Schwerpunkt auf den Abbau von Klischees – auf beiden Seiten.“ Dies gelang Paula mithilfe eines Videos, für welches sie Statements bei Freunden und Familie in Spanien einholte. Doch ihr Engagement ging noch weiter, wie das Heidelberger Team erzählte: „Ergänzend dazu recherchierte Paula ausführlich zu Hintergründen und Fakten der Klischees und Stereotypen. So konnte sie etwa den Stereotyp des faulen und kaum arbeitenden Spaniers, das in deutschen Klassenzimmern offenbar noch vorherrscht, demaskieren. Dank Paulas Projekt konnten nicht nur Klischees über Spanien in Deutschland abgebaut werden, sondern auch jene über Deutschland in Spanien. Wir denken, dass dies gerade in politisch turbulenten und EU-kritischen Zeiten umso essenzieller für das Programm Europa macht Schule ist.“

Ihre Europa macht Schule-Erfahrung fasste Paula Sánchez Salvador für uns zusammen:

Europa macht Schule ist für mich eine positive, bewegende und unvergessliche Erfahrung gewesen, an der ich nicht bereue, teilgenommen zu haben. Es ist eine der schönsten Erfahrungen, die ich von meinem Erasmus-Aufenthalt nach Spanien mit zurücknehme.

Auch Frau Remme zeigte sich begeistert über das EmS-Projekt in ihrer Klasse:

„Das Projekt mit der Studentin Paula aus Spanien hat den Unterricht sehr bereichert. Die Schülerinnen und Schüler meiner 9. Klasse verloren einige ihrer Vorurteile gegenüber der spanischen Kultur und mussten sich auch damit auseinandersetzen, welche Klischees die Spanier über deutsche Kultur und Lebensart im Kopf haben. Paula setzte hierfür Videos ein, die sie selbst gedreht und untertitelt hatte. Das war authentisch und eindringlich, ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben. So wird Europa lebendig und interkulturelle Kompetenz Bestandteil eines anschaulichen Unterrichts.“

Allen Beteiligten gilt ein herzliches Dankeschön für ihr außerordentliches Engagement für Europa! Wir freuen uns auf zahlreiche weitere, spannende Projekte!