News 07.02.2019 - Gießen - Programm - Seminar

Die Türkei mal ganz anders kennenlernen

Europäischen Austausch hautnah erleben durfte die Klasse 6E der August-Bebel-Gesamtschule als Teil des Programms Europa macht Schule am Standort Gießen. Die Studentin Özlem Nalbantoglu aus der Türkei mit ihrer studentischen Projektpartnerin Sarah Henning gab den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in ihr Heimatland und zeigte ihnen damit eine ganz andere Seite der Türkei.

Die Schulklasse führte auf der Bühne den Tanz auf, den sie im Projekt gelernt haben.

Mit dem Europa macht Schule-Seminar unter der Leitung von Stefanie Plitt an der Justus-Liebig-Universität Gießen sollen Staatsgrenzen überwunden und die Menschen aus den unterschiedlichsten europäischen Ländern einander näher gebracht werden.

Von November 2018 bis Januar 2019 hatte die Studentin Zeit, der Klasse 6E die Besonderheiten der Türkei in einem interaktiven Kurzprojekt vorzustellen. Die Klasse erhielt persönliche Einblicke in die Türkei: durch ein Quiz, einen Tanz, Rollenspiele und reich bebilderte Präsentationen. Bei weiteren Besuchen wurde die Klasse mit typischen Süßigkeiten aus der Türkei überrascht. Eine Süßigkeit erinnerte an Zuckerwatte und die Kinder wussten erst nicht richtig, wie die feinen Zuckerfäden gehalten werden sollten, bis die Studentin Özlem Nalbantiglu es den Kindern zeigte.  Danach studierte die Klasse noch einen traditionellen Tanz ein, den sie dann auf der Abschlussveranstaltung im Januar auf der Bühne in der Aula der Justus-Liebig-Universität stolz präsentierten. „Besonders begeistert waren die Schülerinnen und Schüler während des Projekts von einem Video über die Türkei, das sehr viele kulturelle und landschaftliche Eindrücke enthielt, die die Vielfalt des Landes widerspiegelten“, sagt die Studentin Sarah Henning mit Begeisterung über das Projekt und freut sich, dass Sätze auf Türkisch gelernt wurden, wobei viele Schüler/-innen sogar selbst kreativ wurden und die anfänglichen Berührungsängste mit den ungewohnten Lauten schnell ablegten.

Das Ende der Projektreihe bildete die Abschlussveranstaltung am Standort Gießen unter dem Leitsatz: „Wir sind alle Menschen“. Neben den treffenden Worten der Beteiligten zeigte sich dort, dass Links auf der Bühne steht die Schulklasse, rechts am Rednerpult stehen zwei Gaststudierende.weitere beteiligte Klassen aus Gießen, Dillenburg und Wetzlar durch das Engagement der internationalen und lokalen Studierenden mit Begeisterung den internationalen Diskurs  aufnahmen und sichtlich Freude dabei hatten zu sehen, dass aus den Schulbesuchen der Blick für ein gemeinsames und achtsames Miteinander verstärkt wurde.

Leider ist das Projekt in diesem Schuljahr schon vorbei und die Schüler/-innen warten schon gespannt darauf, wer im nächsten Schulhalbjahr an die ABS kommen wird, denn von dem Projekt profitieren alle Seiten, betont Klassenlehrerin Stefanie Plitt: Die Schüler/-innen, indem sie den Austausch aus erster Hand erleben können und neue Länder kennenlernen und die Studierenden kommen in Kontakt mit Menschen anderer Länder, verbessern ihre Deutschkenntnisse und es entwickeln sich sogar echte Freundschaften. Auf diese Weise wird der Gedanke eines zusammenhaltenden Europas, was gerade in dieser schwierigen Phase Europas so wichtig ist, mit Leben gefüllt.