News 15.12.2017 - Programm - Verein

EU-Kommission lädt „Europa macht Schule“ zu Netzwerktreffen für Role-Model-Initiativen

Über 50 Vertreterinnen und Vertreter von zivilgesellschaftlichen Initiativen und Nationalagenturen hatte die Europäische Kommission am 11. Dezember 2017 zu einem Netzwerktreffen nach Brüssel eingeladen. Dabei konnte Europa macht Schule e.V. sein interkulturelles Begegnungsprogramm vorstellen.

Titelfolie des Netzwerktreffens für Role-Model-Initiativen

Wie können Vorbilder (im Englischen: „Role Models“) dabei helfen, junge Menschen gesellschaftlich zu integrieren? Welche verschiedenen Initiativen gibt es in diesem Bereich? Und mit welchen Herausforderungen haben diese zu kämpfen? Das waren nur einige der Fragen, mit welchen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Netzwerktreffens auseinandersetzten.

„Europa macht Schule“ präsentiert Gaststudierende als Vorbilder

Die Vorbildcharaktere der diversen Initiativen waren vielfältig: Von geschichtlichen Zeitzeugen über lokale Persönlichkeiten bis hin zu Nobelpreisträgern gab es zahlreiche Beispiele. Als Vorsitzender von Europa macht Schule e.V. hatte Frank Wittmann die Möglichkeit, das Begegnungsprogramm „Europa macht Schule“ vorzustellen. In einer von vier Arbeitsgruppen erläuterte er, wie europäische Gaststudierende zu Vorbildern für Schülerinnen und Schüler werden können. Neben der Toleranz für fremde Kulturen lernten die jungen Menschen interkulturellen Austausch in der direkten Begegnung kennen und entwickelten so ein Verständnis für europäische Werte.

Faktoren für nachhaltige Entwicklung von Role-Model-Initiativen

Panelteilnehmer beim Netzwerktreffen zu Role-Model-initiativen
Bei einer Paneldiskussion stellten ausgewählte Initiativen ihre Ansätze vor. Die Diskussion wurde geleitet von Barry van Driel, Anne Frank House Amsterdam (2.v.l.).

Ein breitdiskutiertes Thema in den Arbeitsgruppen war die Nachhaltigkeit der zivilgesellschaftlichen Projekte. Dabei kristallisierten sich in den Diskussionen drei Faktoren als förderlich heraus: Eine sichere finanzielle Förderung wurde als essenziell für die nachhaltige Arbeit angesehen. Sie gäbe die notwendige Planungssicherheit. Ob diese aus staatlichen Mitteln oder durch private Förderer käme, sei zweitrangig. Als weiterer Faktor wurde die Einbeziehung von Ehrenamtlichen genannt. Sie ermögliche auch bei knapper finanzieller Förderung eine relevante Reichweite der Projekte. Wichtig sei dabei, dass das Wissen von Generation zu Generation weitergegeben würde. Zuletzt betonten die Expertinnen und Experten, dass die Sichtbarkeit einer Initiative die Nachhaltigkeit einer Initiative fördere. Prominente Unterstützerinnen und Unterstützer könnten diese herstellen. Projekte mit bekannten Persönlichkeiten als Vorbildern seien hier im Vorteil gegenüber Initiativen, die z.B. auf lokale Persönlichkeiten setzten.  „Mit der Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, dem Engagement unserer Ehrenamtlichen und der prominenten Unterstützung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Schirmherr sind wir in der glücklichen Situation, alle diskutierten Punkte für eine nachhaltige Initiative zu erfüllen“, sagte Frank Wittmann am Ende der Veranstaltung.

Zu dem Netzwerktreffen hatte die Generaldirektion Bildung und Kultur der EU-Kommission Vertreterinnen und Vertreter von europäischen Nichtregierungsorganisationen und Nationalagenturen eingeladen. Ziel war es, Erfahrungen auszutauschen und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer miteinander zu vernetzen, um Kooperationen zu fördern.