News 08.06.2017 - Allgemein

Netzwerken für Europa

„Ich bin Europäer – das Programm ist so wie ich. Schüler mögen heute die Daten und Fakten der europäischen Einigungsgeschichte in der Schule lernen, aber ich möchte ihnen das ‚europäische Gefühl‘ vermitteln“, fasste Thibaut Jacques seine Motivation, am Programm „Europa macht Schule“ teilzunehmen, beim Netzwerktreffen in Brüssel zusammen. Damit brachte er auch die Intention der Veranstaltungs-Teilnehmenden auf den Punkt: Die Veranstaltung, die mit dem Thema „Promoting Europe, cultural exchange and mobility – ‚Europe meets School‘“ Ende Mai 100 Teilnehmende aus 13 europäischen Nationen zusammenbrachte, machte deutlich, wie wichtig die Vermittlung der europäischen Idee in der Bevölkerung ist und wie gut diese funktioniert, wenn alle Länder Europas an einem Strang ziehen.

Im Angesicht von Brexit und zunehmender Europamüdigkeit luden die DAAD-Außenstelle Brüssel sowie die DAAD-Koordinationsstelle von „Europa macht Schule“ zu einer zweitägigen Netzwerkveranstaltung nach Brüssel ein. Im Mittelpunkt stand dabei die Ideenfindung und der Ausbau bestehender Konzepte, um Europa gezielter in der Bevölkerung zu verankern – Kerngedanke aller Ideen war, europäische Studierende als „Botschafter Europas“ fungieren zu lassen. Für dieses Ziel diskutierten Vertreter Nationaler Agenturen, Vertreter des Vereins Europa macht Schule e.V., europäische Studierende sowie Interessierte anderer Organisationen darüber, wie vergleichbare Programme in ganz Europa angestoßen, wie ihre Nachhaltigkeit gesichert und wie Synergien zwischen den laufenden Initiativen hergestellt werden können. Im Rahmen eines World Café wurde deutlich, wie viele Europa macht Schule-ähnliche Initiativen bereits in ganz Europa bestehen – 10 ausgewählte Initiativen haben ihr Konzept vorgestellt.

In den Workshops am zweiten Tag wurde rege debattiert: Auf institutioneller Ebene wurde beispielsweise eine Integration „Europa macht Schule“-ähnlicher Initiativen in das Seminarangebot der Hochschulen ins Auge gefasst, wobei gleichzeitig festgestellt wurde, dass für den Erfolg der Initiativen eine institutionelle Verankerung essenziell ist. Besonders kreativ werden konnten die Teilnehmenden der Workshops der Vertreter des Europa macht Schule-Vereinsvorstands, Frank Wittmann und Natalia Witkowsky – sie boten die Möglichkeit eines Brainstormings: Wie können insbesondere Bevölkerungsgruppen erreicht werden, die am wenigsten von Europa überzeugt sind? Wie können bereits die Jüngsten für Europa begeistert werden? Wie können Studierende zu einem europäischen Zusammengehörigkeitsgefühl beitragen?

Und selbstverständlich wurde auch die Rolle der EU in allen Fragen mitgedacht: „Europa macht Schule“ passt nach Auffassung der EU-Kommission, deren Vertreter ebenfalls teilnahmen, hervorragend zu den Zielen der Europäischen Union – aus diesem Grund war auch die mögliche Integration der Programmidee in das zukünftige EU-Bildungsprogramm Erasmus+ ein Thema bei der Veranstaltung.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sich auf der Webseite der DAAD-Außenstelle Brüssel. Dort werden in Kürze auch die Empfehlungen veröffentlicht, die die Konferenzteilnehmer im Laufe der Veranstaltung formulierten.

Bei Fragen zur Veranstaltung steht die DAAD-Koordination unter europamachtschule@daad.de gerne zur Verfügung.

Impressionen des Netzwerktreffens in Brüssel