News 09.05.2015 - Berlin - Verein

„Europa macht Schule“ gewinnt ersten Berliner Europapreis

Das Programm „Europa macht Schule“ (EmS) ist mit dem „Blauen Bären“ des Landes Berlin ausgezeichnet worden. Der Preis würdigt den langjährigen Einsatz für interkulturelle Verständigung und das Zusammenwachsen Europas in Berlin und wurde gemeinsam mit der Vertretung der Europäischen Kommission vergeben.

Der Berliner EmS-Standort erhält Europapreis.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (m.), war einer der Laudatoren bei der Verleihung des ersten Berliner Europapreises im Wappensaal des Rathauses.

Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung im Wappensaal des Berliner Rathauses wurde „Europa macht Schule“ mit dem Europapreis „Blauer Bär“ für sein Engagement am Standort Berlin ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde erstmals und in Kooperation mit der Vertretung der Europäischen Kommission verliehen. Die Festrede hielt der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller. Zu den Laudatoren zählten der Leiter der Vertretung der EU-Kommission, Richard Kühnel, und die Berliner Europabeauftragte, Staatssekretärin Hella Dunger-Löper. In ihrer Rede zu Ehren von „Europa macht Schule“ betonte die Staatssekretärin, dass durch das Engagement der Ehrenamtlichen in den vergangenen Jahren hunderte von jungen Berlinerinnen und Berlinern die Kulturen ihrer europäischen Nachbarn auf ganz unverfälschte Weise kennenlernen durften.  Dies sei ein lebendiger Beitrag zur Völkerverständigung und zum Zusammenwachsen Europas und seiner Menschen.

Die EmS-Standortkoordinatorin Anja Schreck nahm den Preis zusammen mit ihrer Teamkollegin Katja Fredrichs entgegen. Beide äußerten sich sehr glücklich über die Ehrung: „Bereits die Nominierung hat uns überrascht und sehr gefreut. Dass wir dann sogar den Hauptpreis erhalten haben, hat unsere Erwartungen komplett übertroffen. Wir fühlen uns sehr geehrt!“ und fügten hinzu: „Der Preis ist ein Verdienst aller aktuellen und ehemaligen Berliner EmS-Standortmitglieder.“ In wechselnder ehren­amtlicher Besetzung organisiert das Team das „Europa macht Schule“-Programm seit 2007 und bereichert damit die Schul- und Universitätslandschaft der Hauptstadt. Im Programmjahr 2014/15 bestand das Team aus 15 ehrenamtlichen Studenten und jungen Graduierten und konnte 15 Projekte durchführen.

Europa macht Schule e.V. und DAAD loben Engagement

Frank Wittmann, Vorstandsvorsitzender des Vereins Europa macht Schule e.V., bezeichnete die Auszeichnung als eine große Ehre für den Verein und betont, dass es gerade in schwierigen Zeiten für das Miteinander in Europa wichtig sei, die Menschen über Landesgrenzen hinweg in Kontakt zu bringen und so Verständnis füreinander zu schaffen. „Hierzu leisten unsere Ehrenamtlichen in ganz Deutschland einen wertvollen Beitrag.“

Dr. Hanns Sylvester DAAD
Der Preis ist eine schöne Anerkennung der Arbeit, die hier gemeinsam von engagierten und Europa-begeisterten jungen Leuten und dem DAAD-Koordinationsteam geleistet wird.

Dr. Hanns Sylvester, Leiter der Nationalen Agentur für Hochschulzusammenarbeit im DAAD

Als Koordinator des Programms zeigte sich auch der Direktor der Nationalen Agentur im DAAD, Dr. Hanns Sylvester, sehr erfreut über die Ehrung: „Der Preis ist eine schöne Anerkennung der Arbeit, die hier gemeinsam von engagierten und Europa-begeisterten jungen Leuten und dem DAAD-Koordinationsteam geleistet wird. Hand in Hand setzen sie sich für Offenheit, Toleranz und für die Verwirklichung des Europäischen Gedankens ein und fördern Austausch und Verständigung in einem Europa der kulturellen Vielfalt.“

EmS-Standort Berlin erhält Berliner Europapreis.
Die Berliner Standortkoordinatorinnen Anja Schreck (l.) und Katja Friedrichs (r.) haben gemeinsam mit dem Vereinsvorsitzenden Frank Wittmann (m.) den Europapreis der Stadt Berlin entgegengenommen.

Würdigung von Berliner Initiativen für den europäischen Gedanken

Mit der Auszeichnung werden beispielhafte Berliner Initiativen gewürdigt, die sich in überwiegend ehrenamtlichem Engagement für den europäischen Gedanken einsetzen. Die Auswahl erfolgte durch das Berliner Netzwerk Europa, einem Zusammenschluss wichtiger Europaakteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Berlin und die bezirklichen Europabeauftragten.

Das Programm „Europa macht Schule“ lädt europäische Gaststudierende in deutsche Schulklassen ein und ermöglicht ihnen ein Projekt über ihr Heimatland. Auf diese Weise können die Schülerinnen und Schüler Europa authentisch und kreativ erleben. Die Gaststudierenden erhalten einen direkten Zugang zu deutscher Kultur. Die Programmdurchführung erfolgt in ehrenamtlicher Arbeit durch deutsche Studierende, die unter dem Dach des Vereins Europa macht Schule e.V. organisiert sind. Seit 2009 wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und vom Deutschen Akademischen Austauschdienst koordiniert. Derzeit läuft das Programm in 28 deutschen Städten.