News 16.05.2012 - Verein

Prager Standort von „Europa macht Schule“ gewinnt Jugendkarlspreis

Der „Europa macht Schule“-Standort Prag wurde mit dem zweiten Platz des Jugendkarlspreises 2012 ausgezeichnet. Es hatten sich über 300 Projekte aus 26 Mitgliedsstaaten beworben.

Die Gewinner des Jugendkarlspreises 2012
Die drei glücklichen Gewinner des Jugendkarlspreises 2012. Mit dabei: Renata Koprivova (l.) vom EmS-Standort in Prag.

Der Prager Standort von „Europa macht Schule“ hat Grund zum Feiern: Als nationaler Preisträger Tschechiens wurde das Team um die Koordinatorinnen Ivana Herglova und Renata Koprivova aus 26 Projekten mit dem zweiten Platz beim Jugendkarlspreis ausgezeichnet. Der Preis wurde Renata Koprivova am 15. Mai durch den ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments Dr. Hans-Gert Pöttering in Aachen überreicht. Begrüßt wurden die nationalen Gewinner durch den amtierenden Präsidenten des EU-Parlaments Martin Schulz.

Hans-Gert Pöttering, Präsident des Europäischen Parlaments a.D. Europaparlament
Mich begeistert nichts mehr als das Engagement der jüngeren Generation für ein vielfältiges und kulturreiches Europa.

Dr. Hans-Gert Pöttering, Präsident des Europäischen Parlaments a.D.

„Mich begeistert nichts mehr als das Engagement der jüngeren Generation für ein vielfältiges und kulturreiches Europa, welches den Respekt gegenüber dem Anderen hegt und somit den europäischen Integrationsprozess vorantreibt und festigt“, lobte Pöttering den Einsatz von „Europa macht Schule“ in seiner Preisrede. Mehr als 300 Projekte aus 26 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union nahmen am Wettbewerb um den Jugendkarlspreis teil. Pro Mitgliedsstaat wurde dabei je ein nationaler Preisträger gekürt.

Stolz und Glück bei den Preisträgern

Die Siegerehrung der Jugendkarlspreis Gewinner
Auf der feierlichen Veranstaltung in Aachen übergaben der amtierende EP-Präsident Martin Schulz und sein Vorgänger, Dr. Hans-Gert Pöttering, die Preise.

Im Rahmen der Aachener Zeremonie prämierte die Jury aus Vertretern des Europäischen Parlaments und der Karlspreisstiftung schließlich drei Gewinnerprojekte. Genauso groß wie der Jubel war die Überraschung bei Renata Koprivova über den zweiten Platz: „Wir sind überglücklich über diese ehrenvolle Auszeichnung! Damit hatten wir bei der Bewerbung wirklich nicht gerechnet.“

Neben Renata reiste Frank Wittmann als stellvertretender Vorstandsvorsitzender des deutschen Partnervereins Europa macht Schule e.V. in die Domstadt. Auch er freute sich über den Preis: „Wir sind stolz auf die Arbeit unseres Prager Standorts. Seit 2008 bringt das Team jährlich ein Stück Europa in tschechische Schulen und macht den europäischen Gedanken greifbar. Der Jugendkarlspreis ist eine tolle Honorierung dieses Engagements.“

Bereits zum fünften Mal wurde der Jugendkarlspreis zwei Tage vor Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen vergeben. Ausgezeichnet werden Projekte junger Europäer, die sich aktiv an der Gestaltung der Europäischen Union beteiligen. Zudem erhielten die drei besten Projekte eine Gewinnsumme von insgesamt 10.000 Euro.

Europa ins Klassenzimmer bringen

"Europa macht Schule" bei der Preisverleihung
Spannung vor der Preisverleihung (v.l.n.r.): Frank Wittmann (Europa macht Schule e.V.), Renata Koprivova (Standort Prag) und die Preisträgerin des deutschen Jugendkarlspreises.

Seinen Beitrag zur Gestaltung der Europäischen Union leistet „Europa macht Schule“ auf ganz lebendige Weise. Für das Programm führen Studierende aus ganz Europa Projekte mit Schülerinnen und Schülern in Deutschland durch. Sie werden zu Minibotschaftern ihres europäischen Heimatlandes. Durch die direkte Begegnung und das gemeinsame Arbeiten an einem Thema wird Europa, seine Menschen, seine Kulturen, für alle Beteiligten persönlich erlebbar. Die Idee für das Programm ist in Deutschland entstanden. Hier existieren mittlerweile über 30 „Europa macht Schule“-Standorte. Aber auch außerhalb von Deutschland entstehen immer mehr Standorte, die von ehemaligen Teilnehmern gegründet werden. Der erfolgreichste Auslandsstandort ist der Standort Prag.