News 02.07.2011 - Programm

„Europa macht Schule“ feiert 500. Teilnehmerin

Stellvertretend für alle 500 Gaststudentinnen und -studenten, die in den vergangenen Jahren an dem Programm „Europa macht Schule“ teilgenommen haben,  wurde die Französin Hélène Marquaire für ihre Projekte am Standort Bonn geehrt.

"Europa macht Schule" ehrt 500. Gaststudentin
Herzlichen Glückwunsch: Hélène Marquaire (2.v.l.) wird von Dr. Madlen Hunger (DAAD) (l.), Dr. Siegbert Wuttig (DAAD) (2.v.r.) und Christine Rettig (Europa macht Schule e.V.) (r.) geehrt.

Zu seinem fünften Geburtstag kann „Europa macht Schule“ die 500. Programmteilnehmerin feiern. Im Rahmen der DAAD-ERASMUS-Jahrestagung wurde die Französin Hélène Marquaire stellvertretend für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Programms geehrt. Dr. Siegbert Wuttig, Leiter der Nationalen Agentur für Hochschulzusammenarbeit im DAAD, übergab der Preisträgerin eine Urkunde.

Großen Spaß habe ihr „Europa macht Schule“ gemacht und spannend sei der Einblick in das deutsche Schulsystem gewesen, sagte Hélène Marquaire während ihrer Ehrung auf der ERASMUS-Jahrestagung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) am 1. Juli 2011. Die französische Studentin ist eine von 500 Gaststudierenden, die in den 5 Jahren des Bestehens von „Europa macht Schule“ ihr Heimatland in einer deutschen Schulklasse vorgestellt haben. Hélène Marquaire tat dies jedoch nicht – wie gewöhnlich – nur in einer Klasse, sondern führte gleich zwei „Europa macht Schule“-Projekte durch: In der Europaschule Bornheim bei Bonn verglich sie deutsche und französische Märchen mit den Kindern der Klasse 5D. Gemeinsam stellten sie fest, dass die Geschichten der Gebrüder Grimm und von Charles Perrault – dem französischen Gegenstück – sich oft ähnelten, sich aber in bestimmten Aspekten auch unterschieden.

Zwei Projekte bringen Frankreich den Schülern näher

Ihr zweites Projekt führte Hélène Marquaire im Französischkurs der Jahrgangsstufe 12 (ebenfalls Europaschule Bornheim) durch. Hier stand der Immigrationsroman „Un aller simple“ auf dem Stundenplan. Auf seiner Grundlage wurden aktuelle Zeitungsartikel zusammengetragen und analysiert. Außerdem lieferte er den Stoff für die Entdeckung von Frankreichs Regionen, incl. der dazugehörigen Klischees und Akzente.

Das Programm gefiel der französischen Studentin so gut, dass sie es nun auch bei sich in Paris einführen möchte. Dafür nimmt sie in wenigen Tagen am „Europa macht Schule“-Gründerseminar in Bonn teil, das wichtiges Grundlagenwissen für den Aufbau eines EmS-Standorts und die Durchführung des Programms vermittelt.

Europa ins Klassenzimmer bringen

„Europa macht Schule“ wurde im Jahr 2006 vom dafür gegründeten Verein Europa macht Schule e.V. ins Leben gerufen. Die Idee entstand im Nachgang der Konferenz „Was hält Europa zusammen?“, zu der das Bundespräsidialamt rund 100 Studierende eingeladen hatte. In den ersten drei Jahren seines Bestehens konnte die Zahl der „Europa macht Schule“-Standorte jährlich verdoppelt werden. Diese positive Entwicklung und die europäische Idee des Programms überzeugten den damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler im Jahr 2008 die Schirmherrschaft zu übernehmen. Im Jahr 2009 übernahm das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Förderung des Programms und ermöglichte die Einrichtung einer hauptamtlichen Koordinationsstelle im DAAD. In der Folge sind die Programmzahlen noch einmal deutlich angestiegen: Die Standortzahlen verdoppelten und die Projektzahlen verdreifachten sich.