Reise durch Russland

Vom Teilnehmer (2012) zum Standortkoordinator in Passau. Hermann Jakobi, ehemaliger Gaststudent aus Russland, erzählt über seine Erfarungen mit EmS.

Hermann Jakobi steht vorne in einem Hörsaal am Rednerpult. Im Hintergrund ist eine EmS-Präsnetation und ein EmS-Roll-Up zu sehen

Bei dem Programm Europa macht Schule geht es für uns am Standort Passau nicht nur um „Europa“ an sich. Vielmehr geht es um die Menschen, die sich irgendwann für die Idee des Programms begeisterten und seitdem in irgendeiner Weise mitmachen. In unserem Fall reden wir von mir, Hermann Jakobi, als Standortkoordinator in Passau. 2012 habe ich als Austauschstudierender aus Russland erstmals an EmS teilgenommen und jetzt bin ich mit der Koordination in unserer Stadt beschäftigt. Mein erstes Projekt habe ich in einer ersten Klasse der Grundschule Passau St. Nikola durchgeführt. Mein betreuender Lehrer war immer super freundlich, hilfsbereit und sehr offen zu mir. Ich denke, dass er mit dem Programm immer wieder in engem Kontakt ist, ist kein Zufall. Wie einer meiner Teamkollegen bei der Abschlussveranstaltung gesagt hat, versucht dieser Lehrer Europa bereits in die erste Klasse zu bringen, auch wenn die Kinder noch keine „richtige“ russische, italienische oder französische Kultur und Sprache kennen. In diesem Sinne ist Europa für die Kinder nichts anderes als Vielfalt und/oder Gemeinsamkeiten gleichzeitig. Auch dass Anastasia Kondratenko und Mariia Krekhaleva ihr Projekt „Reise durch Russland“ unter der Betreuung des gleichen Lehrers erfolgreich durchgeführt haben, wundert uns als Standort-Team irgendwie nicht. Anastasia hat bereits 2017 aufgrund ihres Austauschstudiums in Passau ein Projekt abgeschlossen und ist zum zweiten Mal Teilnehmerin gewesen. Mariia hat dank ihres Masterstudiums in European Studies an der Universität Passau unterschiedliche interkulturelle Kenntnisse und Fähigkeiten eingebracht, damit die Kinder eine kleine Reise durch Russland machen konnten.

Russische Kultur in der Grundschule

Das ist aber noch nicht alles. Wie schon betont wurde, geht es uns in erster Linie um die Menschen, die während des Projekts ihre Erfahrungen mit den Schüler/-innen teilen können. So hat Anastasia das traditionelle russische Tanzen gezeigt. Die Schüler/-innen fanden das super toll und haben sehr gerne mitgemacht bzw. mitgetanzt. Mariia hat beim Malen der typischen russischen Puppe Matrojschka ihre Kunsttalente gezeigt. Besonders wichtig war, dass die Kinder immer aktiv waren und sogar versucht haben, ihre Namen auf Russisch (Kyrillisch) zu schreiben.

Deswegen war dieses Projekt über Russland besonders wichtig für uns. Europa zu verbinden bedeutet unserer Meinung nach etwas aktiv zu tun, um die Situation zu verbessern und bereits mit der ersten Klasse anzufangen, um die Vielfalt Europas zu beleuchten.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Hermann für diesen Projektbericht!