Interview mit einer EmS-Lehrkraft

Zum Programmjahresende haben wir Herrn Abs, eine Lehrkraft aus München, interviewt. Herr Abs nimmt bereits seit dem Programmjahr 2020/21 an EmS teil und hat daher schon an mehreren Projekten teilgenommen.

Eine Lehrkraft sitzt an einem Tisch mit einer Leselampe und einem Buch und liest seiner Schulklasse ihre Lieblingsbücher vor.

 

Name der Lehrkraft: Dr. Clemens Abs

EmS-Standort: München

Schulart: Realschule

Klassenstufe: 7. – 9. Klasse

Schulfächer: Biologie, Wahlfach Erasmus+, Deutsch & Englisch

 

Was hat Sie als Lehrkraft motiviert am Programm teilzunehmen?

Es gilt das „Leben“ oder Aspekte des Zusammenlebens in das Klassenzimmer zu holen. Begegnungen und Gespräche mit den Studierenden von EmS eröffnen unseren Schülerinnen und Schülern Einblicke in den Alltag anderer Länder. Sie können teilhaben an Hobbies, Sportaktivitäten oder ihnen bekannten Dingen und Unterschiede erkennen.

Empfinden Sie EmS in der aktuellen Situation als wichtig? Wenn ja, warum?

Generell ja. Im Besonderen entstand durch die Corona-Pandemie eine eigenartige Isolation und der Invasionskrieg von Russland erschütterte das Vertrauen in den europäischen Frieden. Der Kontakt mit internationalen Studierenden bringt neue Zuversicht und relativiert bestehende Vorurteile.

Wie haben Ihre Schülerinnen und Schüler auf die Projekte reagiert?

Unseren Schülerinnen und Schüler konnte man eine positive Anspannung ansehen, die in den ersten Momenten in eine Neugierde umgeschlagen ist. Schön war auch ihre Hilfsbereitschaft den Gästen etwas von sich zu erzählen, über unsere Schule zu berichten und etwas über sich selbst zu erklären.

Was würden Sie sagen: Welchen Beitrag kann das Programm für ein vereintes Europa leisten?

Dieses Programm arbeitet mit vielen kleinen Beiträgen, die für sich eine Veränderung bewirken und deren Summe ich nicht abschätzen will. Erasmus+ ermöglicht Schülerinnen und Schüler eine europäische Begegnung, EmS gibt Schülerinnen und Schüler, die sich eine Reise ins Ausland noch nicht zutrauen, eine ähnliche Erfahrung. In beiden Fällen sieht man wie Jugendliche an diesen Begegnungen wachsen. Dies ist von unschätzbarem Wert.

EmS basiert auf einer gemeinschaftlichen Arbeit und führt somit viele Akteure Europas zusammen. Ein „Vereinen“ gelingt hier auch auf der Ebene aller EmS-Aktiven. So waren die Zusammenkünfte mit den Studierenden und den Organisatoren für mich wunderbar anregend, effektiv und smart.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Abs für dieses Interview und sein Engagement im Programm!

*Als Bild hat Herr Abs sich für eines mit Schulbezug entschieden. Im Lesemonat Mai wird an der Schule den Schülerinnen und Schülern in der Pause von Lehrkräften aus ihren Lieblingsbüchern vorgelesen.