Tschechien: Wie funktioniert das Land?

Rob hat im Rahmen seines EmS-Projektes „Tschechien: Wie funktioniert das Land?“ den Schülerinnen der 12. und 13. Klasse des Marien-Gymnasiums der Schulstiftung der Diözese Regensburg sein Heimatland interaktiv vorgestellt. Wie er das gemacht hat, erfahrt ihr hier.
Man sieht eine Wort Wolke zum Thema "Woran denkst du, wenn man "Tschechien" sagt?
© privat/DAAD

Ich habe an Europa macht Schule (EmS) teilgenommen, denn ich fand das Programm interessant und wollte neben dem Studium etwas anderes machen. Außerdem war es mir wichtig, das deutsche Schulsystem aus einer anderen Perspektive kennenzulernen. Dass ich auf mein Projekt auf einer Mädchenschule machen werde, war mir anfangs natürlich nicht bewusst, war jedoch auch kein Problem für mich. Ich hatte eigentlich keine guten Vorstellungen von einer Mädchenschule, da ich noch nie eine solche besucht hatte und ließ mich daher überraschen.

Zu Beginn setzte ich mich also mit meiner Lehrkraft zusammen und wir besprachen, wie mein Projekt in etwa aussehen sollte. Nun wusste ich also, dass ich die Klassen 12 und 13, mit dem Wahlfach Politik, für mein Projekt, bekommen werde. Zudem besuchte ich schnell die Schule, um mir so einen ersten Eindruck der Schülerinnen und der Schulklasse machen zu können. Das hat mir sehr geholfen, denn nun wusste ich genau, was ich tun sollte. Insgesamt teilten wir das Projekt auf einzelne Stunden an vier verschiedenen Tagen auf. Jede Projektstunde habe ich separat vorbereitet.

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Mein Projekt startete Mitte Januar mit einem kurzen Quiz und einer Präsentation zu Tschechien. Für die zweite Stunde habe ich eine Präsentation und verschiedene Stationen dazu gemacht. Die letzten beiden Stunden waren ein bisschen herausfordernder. So gab es immer einen etwas theoretischen und einen interaktiveren Teil. In der einen Stunde haben wir über unser Schulsystem debattiert und in der letzten haben wir eine Debatte im Oxford-Stil über Essen geführt. Dafür hatten sich die Schülerinnen zu Hause vorbereitet. Ich habe das politische System erklärt, welche Wahlgänge es gibt und wie sie funktionieren. Wir haben auch über die tschechischen politischen Parteien gesprochen und über aktuelle Nachfragen diskutiert. Wir haben aber auch über das Schulsystem in beiden Ländern diskutiert, was ganz interessant war, und auch über das vielleicht wichtigste Thema: Essen.

Alles in allem fand ich es sehr schön, dass ich mehrere kurze Besuche an der Schule gemacht habe, so konnte man sich besser kennenlernen und freute sich über ein Wiedersehen. Ich war sehr angenehm überrascht von der Atmosphäre und der Motivation der Klasse. Ich habe gelernt, dass das tschechische und das bayerische Schulsystem Ähnlichkeiten, aber auch viele große Unterschiede haben. Jetzt konnte ich erleben, wie es ist, vor der Klasse zu stehen und den Schülerinnen etwas beizubringen.

Am Ende meines EmS-Projekts waren wir noch in einem Wirtshaus der Familie einer der Schülerinnen. In entspannter Atmosphäre haben wir dort über verschiedene Themen gesprochen. Dabei ist der Plan entstanden, ein Wochenende in Prag zu verbringen. Wir haben die Altstadt besucht, aber auch das Vítkov-Denkmal und das Prager Stadtmuseum. Ich fand es schön, auch außerhalb der Schule Zeit miteinander verbringen zu können. Ich bin sehr zufrieden mit dem Projekt und hoffe, dass das Interesse der Schülerinnen an Tschechien gewachsen ist.

Projektangaben

Student: Rob Chrisstoffels
Herkunftsland: Tschechische Republik
Studienfach: Deutsch-Tschechische Studien
Schule: St. Marien-Gymnasium der Schulstiftung der Diözese Regensburg
Schulform & Klasse: Gymnasium, 12. und 13. Klasse im Wahlfach Politik