Mit einem Koffer durch Ungarn

Wie fühlt es sich an, mit einem Koffer voller spannender Gegenstände auf eine Reise in ein anderes Land zu gehen? Genau das konnten die Schülerinnen und Schüler der 2. Klasse der Grundschule an der Steinlach im Rahmen des Projekts „Mit einem Koffer durch Ungarn“ erleben. Gergely nahm die Kinder mit auf eine imaginäre Reise in sein Heimatland Ungarn und gab ihnen dabei Einblicke in Kultur, Alltag, Traditionen und Geschichte.

Von der Idee zum Projekt

Zu Beginn nahm ich Kontakt zu meiner Betreuungslehrerin auf, um mehr über das Vorwissen der Klasse zu erfahren – insbesondere in Bezug auf Kultur und Interkulturalität. Erfreulicherweise verfügten die Schülerinnen und Schüler bereits über gute Vorkenntnisse, sodass ich auch Inhalte aus meinen Studienfächern Germanistik und Geschichte kindgerecht einbauen konnte.
Da Ungarn bei Kindern im Alter von sieben bis acht Jahren vermutlich weniger mit festen Stereotypen verbunden ist, wollte ich den Schwerpunkt nicht auf deren Abbau legen. Stattdessen ging es mir darum, Gemeinsamkeiten zwischen der deutschen und ungarischen Kultur sichtbar zu machen und diese teilweise auf ihre gemeinsame Geschichte zurückzuführen.
Die Vorbereitung verlief dadurch relativ reibungslos. Die im Rahmen der Schulung in Bonn kennengelernten Methoden und Vorlagen konnte ich gezielt für die Planung und Gestaltung meines Unterrichtsentwurfs nutzen.

Eine Reise im Koffer

Ausgestattet mit einem Koffer voller typisch ungarischer Gegenstände – darunter Paprikapulver, die ungarische Flagge, eine Landkarte, Bilder und Textilien – begaben wir uns gemeinsam auf eine imaginäre Reise nach Ungarn.
Der Einstieg mit dem Koffer kam bei den Schülerinnen und Schülern besonders gut an. Die Gegenstände weckten sofort ihre Neugier und boten einen spielerischen Zugang zum Thema. An verschiedenen Stationen lernten die Kinder kulinarische und architektonische Besonderheiten, den ungarischen Schulalltag sowie Volksmusik und Volkstanz kennen.
Dabei wurde immer wieder deutlich: Die deutsche und die ungarische Kultur haben mehr Gemeinsamkeiten, als man zunächst vermuten könnte. Dies bot schließlich eine gute Gelegenheit, auch die gemeinsame Geschichte Schwabens und Ungarns näher zu betrachten.

Was ich für zukünftige Projekte mitnehme

Für zukünftige Projekte würde ich empfehlen, möglichst früh den persönlichen Austausch mit der Betreuungslehrkraft zu suchen. So erhält man einen guten Überblick über das Vorwissen und die bisherigen Themen der Klasse, was die gesamte Planung erleichtert.
Außerdem halte ich es für sinnvoll, ein Projekt nicht wie eine klassische Unterrichtsstunde zu planen. Kreative Elemente, verschiedene Aktivitäten und ein spielerischer Zugang kommen bei Grundschulkindern besonders gut an.
Um den Kindern das Projekt nachhaltig in Erinnerung zu halten, habe ich ihnen am Ende eine Urkunde als „Ungarn-Expertinnen und -Experten“ überreicht. Eine kleine Aufmerksamkeit, die bei einer Grundschulklasse für große Freude sorgt.

Wir bedanken uns bei Gergely und der 2. Klasse der Grundschule an der Steinlach für das Projekt!

 

Projektangaben

Student: Gergely Péter Oláh
Herkunftsland: Ungarn
Studienfach: Deutsch, Englisch, Geschichte Lehramt Gymnasium B. Ed.
EmS-Standort: Tübingen-Reutlingen
Schule: Grundschule an der Steinlach
Schulform & Klasse: Grundschule, 2. Klasse