Erinnerungskultur in Spanien und Deutschland

Alejandra und Xénia und die 13. Klasse der Hubert-Sternberg-Schule beschäftigten sich im Rahmen ihres EmS-Projektes mit der Erinnerungskultur in Spanien und Deutschland und setzten sich dabei insbesondere mit dem Umgang beider Länder mit ihrer Vergangenheit auseinander.

Auf dem Bild sieht man zwei Studentinnen aus Spanien, die vor einer Schulklasse stehen und eine Präsentation über die Erinnerungskultur in Spanien und Deutschland zeigen.

Zur Vorbereitung auf unser Projekt nahmen wir gemeinsam am Vorbereitungsseminar „Methoden & interkulturelle Kompetenzen für eine erfolgreiche Projektdurchführung“ in Bonn teil. Dort entschieden wir uns für unser Thema und lernten verschiedene didaktische Methoden kennen, die auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten waren. Zurück in Heidelberg trafen wir uns an mehreren Tagen zu intensiven Brainstorming-Sessions, um unser Projekt inhaltlich und methodisch auszuarbeiten.
Unser Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern einen fundierten und zugleich abwechslungsreichen Einblick in die Thematik zu ermöglichen. Dabei wollten wir insbesondere Aspekte hervorheben, die wir selbst für junge Erwachsene als relevant und spannend empfanden. Gemeinsam entwickelten wir unsere PowerPoint-Präsentationen, brachten gegenseitig Ideen ein und gaben uns kontinuierlich Feedback. Außerdem schickten wir unsere Entwürfe im Vorfeld an die betreuende Lehrkraft, um ihre Rückmeldung einzuholen. Dadurch konnten wir sicherstellen, dass die Themenauswahl für die Klasse angemessen war. Gleichzeitig ergänzten wir die Präsentationen um gezielte Vokabelübungen, um die Schülerinnen und Schüler auch sprachlich bestmöglich zu unterstützen.

Projektdurchführung in der 13. Klasse

Unser Projekt ermöglichte den Schülerinnen und Schülern der Abiturstufe einen interaktiven Einblick in die jüngere Geschichte Spaniens und setzte dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Erinnerungskultur.
In der ersten Sitzung beschäftigten wir uns mit dem Spanischen Bürgerkrieg und der darauffolgenden politischen Unterdrückung, die über Jahrzehnte hinweg zu einer gesellschaftlichen Kultur des Schweigens beitrug. Dabei ging es nicht nur um die historischen Ereignisse selbst, sondern auch um die Frage, wie diese Vergangenheit bis heute im gesellschaftlichen Umgang mit Erinnerung nachwirkt.
In der zweiten Sitzung thematisierten wir den Übergang zur Demokratie, die sogenannte Transición, und die Bedeutung des politischen Konsenses in dieser Zeit. Dabei stellten wir den Ängsten und Unsicherheiten der damaligen Bevölkerung die anschließende kulturelle und europäische Öffnung Spaniens gegenüber.

Ein zentraler Bestandteil unseres Projekts war außerdem der kontinuierliche Vergleich mit der deutschen Erinnerungskultur. Durch diese interkulturelle Perspektive konnten die Schülerinnen und Schüler Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen beiden Ländern herausarbeiten. Gleichzeitig stellten wir einen Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen her, beispielsweise zum Wiedererstarken nationalistischer Tendenzen. Dadurch wollten wir die Schülerinnen und Schüler dazu anregen, über die Bedeutung gemeinsamer europäischer Werte, demokratischer Systeme und des offenen Dialogs nachzudenken.

Tipps für zukünftige Schulprojekte:

Wir empfehlen, theoretische Themen immer mit der Lebensrealität der Schülerinnen und Schüler oder ihrer eigenen Kultur zu verknüpfen (z. B. durch Vergleiche zwischen beiden Ländern). Zudem raten wir dazu, offene Diskussion fragen und interaktive Formate einzubauen, da dies die Schulklasse stark motiviert, aktiv auf Spanisch mitzureden und sich einzubringen. Eine frühzeitige und enge Absprache mit der betreuenden Lehrkraft ist besonders wichtig. Uns hat es sehr geholfen, die Präsentationen der Lehrkraft vorab zuzusenden, um das Sprachniveau der Klasse richtig einzuschätzen und die Inhalte optimal (z. B. durch gezielte Vokabelhilfen) anzupassen.

Wir bedanken uns bei Alejandra, Xènia und der 13. Klasse der Hubert-Sternberg-Schule für das Projekt!

Projektangaben
Studentin: Alejandra Hernández Gracia & Xènia Sánchez Martos
Herkunftsland: Spanien
Studienfach: Übersetzungswissenschaft
EmS-Standort: Heidelberg
Schule: Hubert-Sternberg-Schule (HSS), Wiesloch
Schulform & Klasse: Gymnasium, 13. Klasse