Das Standortteam Freiberg im Interview

Im Rahmen des 20-jährigen Programm-Jubiläums haben wir mit dem EmS-Standortteam (bestehend aus Caecilia, Pranav und Habiba) in Freiberg ein Interview geführt. Die drei Mitglieder berichten von ihren Lernerfolgen, ihrer Motivation und darüber, was ihnen im Ehrenamt die meiste Freude bereitet.
Foto vom Standortteam Freiberg. Drei junge Personen, die in einem Café sitzen und in die Kamera lächeln.
© privat/DAAD

Warum engagierst du dich für EmS?

Caecilia: EmS erfüllt mich, weil es mir vielfältige Möglichkeiten bietet, mich für ein offenes und friedliches Miteinander einzusetzen und dabei meine Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Ich kann meine Motivation und Energie als Teil eines deutschlandweiten, wertschätzenden Netzwerks aufblühen lassen und wirke gleichzeitig ganz konkret auf lokaler Ebene.
Mir bereitet es Freude, mit Lehrkräften und internationalen Studierenden zu kommunizieren, zu sehen, wie aus Fremden Bekannte und Freunde werden und wie aus kleinen Ideen kreative Projekte wachsen. Dabei teilen unsere internationalen Studierenden als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wertvolle Erfahrungen mit vielen jungen Menschen und bauen interkulturelle Brücken. Genau das braucht unsere Welt – und ich fühle mich stark, dabei zu sein.

Was macht dir an deiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Rahmen von EmS am meisten Freude?

Pranav: Meine ehrenamtliche Tätigkeit bei EmS hat mir geholfen, mit vielen neuen Menschen in Kontakt zu treten und meine Angst vor dem öffentlichen Sprechen in einem völlig neuen Land zu überwinden. Besonders faszinierend fand ich es, die vielen kulturellen und historischen Verbindungen zwischen Europa und meinem Heimatland kennenzulernen, die mir zuvor nicht bewusst waren. Dank dieser Erfahrung konnte ich mehr Selbstvertrauen entwickeln und ein besseres Verständnis für interkulturelle Kommunikation erlangen. Dadurch lassen sich meine Gedanken klarer ausdrücken und ich kann mich besser an neue soziale Umgebungen anpassen.

Die Zusammenarbeit mit Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen hat zudem meine Team- und Führungsfähigkeiten gestärkt. Ich habe gelernt, verschiedene Perspektiven zu schätzen, Herausforderungen effektiv zu meistern und respektvoll auf gemeinsame Ziele hinzuarbeiten. Insgesamt hat die ehrenamtliche Tätigkeit eine wichtige Rolle in meiner persönlichen und beruflichen Entwicklung gespielt.

Was hast du durch EmS gelernt?

Habiba: Ich habe gelernt, dass kleine Schritte viel bewegen können, wenn ein paar mitmachen. Hinter jedem Projekt stecken zahlreiche helfende Hände, gute Kommunikation und gegenseitige Rücksichtnahme. Für alle, die etwas bewirken wollen, gibt es meist schon einen Weg – und wenn nicht, lässt er sich gemeinsam finden. Ehrenamt braucht keinen Zwang, sondern Freiwilligkeit. Die Menschen, die sich engagieren, sind meistens unglaublich toll und verständnisvoll. Sie kennenzulernen ist jedes Mal eine Ehre.