Ein ehemaliges Vorstandsmitglied berichtet von ihrer Zeit bei EmS

Warum hast du dich damals bei EmS engagiert?
Meiner Ansicht nach sollte allen Kindern die Teilnahme an internationalem Austausch ermöglicht werden, unabhängig vom sozioökonomischen Hintergrund oder dem Bildungsstand der Eltern. Nach meinem Erasmus+-Auslandsstudium in Spanien im Jahr 2016 war es mir ein Anliegen, den internationalen Austausch auch vor Ort zu fördern und vorhandene Potenziale gezielt zu nutzen. Von EmS profitieren dabei alle Beteiligten: Studierende, die ihre „Erasmus-Blase“ verlassen und Deutschland aus einem neuen Blickwinkel erleben, Schulklassen, die zu einem Perspektivwechsel angeregt werden, und Studierende an unterschiedlichen Hochschulstandorten, die wertvolle Kompetenzen in interkultureller Kommunikation und im Projektmanagement erwerben.
Was war dein tollster EmS-Moment?
Mein prägendster EmS-Moment war unsere Teilnahme am Bürgerfest des Bundespräsidenten im Jahr 2023, bei dem das langjährige Engagement gewürdigt wurde. Der Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern, Politikerinnen und Politiker sowie anderen Ehrenamtlichen war äußerst bereichernd. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir das gemeinsam organisierte Europa-Quiz sowie der griechische Kreistanz, den wir auf der Bühne angeleitet und zusammen mit den Teilnehmenden durchgeführt haben. Dieser Moment hat das Gemeinschaftsgefühl spürbar gestärkt. Für einen Augenblick fühlte es sich an, als wäre Europa vereint gewesen.
Darüber hinaus sind die EmS-Abschlussveranstaltungen jedes Jahr ein besonderes Ereignis, da sie eindrucksvoll zeigen, wie sprachliche und kulturelle Vielfalt im authentischen schulischen Kontext gestärkt werden kann.
Wie sehr hat dich EmS bei deinem beruflichen Werdegang und deiner persönlichen Entwicklung beeinflusst?
Ich bin mit EmS gewachsen und habe unglaublich viel über Projektmanagement sowie die Kommunikation mit Studierenden und Schulen gelernt. Während des Referendariats und im Rahmen meiner Promotion, insbesondere bei der Durchführung meiner Wirksamkeitsstudie, konnte ich all diese Fähigkeiten nutzen, die ich in den letzten zehn Jahren in verschiedenen Positionen bei EmS erworben habe.
Kommunikation auf Augenhöhe mit Schulen, ein Puffer bei der zeitlichen Planung und Erinnerungsmails sind dabei von zentraler Bedeutung. Außerdem sind Geduld und Flexibilität gefragt, wenn Dinge anders laufen als geplant.