Neuheiten im Programm

Mit der neuen Förderperiode von weiteren vier Jahren (2021-2024) hat sich Europa macht Schule große Ziele gesetzt. Die altbewährten Ziele, den europäischen Zusammenhalt unter jungen Menschen zu stärken und einen aktiven Beitrag zur Völkerverständigung in und über Europa hinaus zu leisten, bleiben nach wie vor bestehen.

Bis zur europäischen Volljährigkeit von Europa macht Schule spielen also die Schlagwörter Inklusion, soziale Teilhabe und Internationalisierung weiterhin eine wichtige Rolle. Was aber ist nun eigentlich neu bei EmS? Und wie geht es im Programm weiter?

Puzzelteile mit neuen Programmlinien treffen auf Europa macht Schule. Links im Eck sind internationale Studierende zu sehen.

Öffnung für internationale Studierende

Europa macht Schule (EmS) ist ein Programm zur Förderung der Begegnung unter Europäerinnen und Europäern, worauf auch weiterhin der Schwerpunkt liegen wird. Die Globalisierung und die zunehmende Migration in den vergangenen Jahren haben dazu geführt, dass kulturelle Vielfalt Europas weiter gestärkt wurde. Zudem tritt Europa zunehmend als weltweiter Akteur und Partner auf, was dazu führt, dass auch der Hochschulstandort Europa in der Welt immer beliebter wird. Um ein friedliches Zusammenleben in Europa zu fördern und das Verständnis von unterschiedlichen Kulturen der Welt zu stärken, wird EmS einen aktiven Beitrag leisten, indem das Programm nun auch Studierenden aller Nationalitäten offensteht. Die Voraussetzungen hierfür bleiben wie gehabt, sodass auch die Projekte der außereuropäischen Studierenden einen erkennbaren Europabezug vorweisen müssen.

Europa macht Schule – Ländlicher Raum

Eine weitere Neuerung stellt die Programmlinie EmS-Ländlicher Raum dar, mit welcher das Programm auch jenseits der etablierten Hochschulstandorte angeboten und Schulklassen fernab von Großstädten eine internationale Begegnung ermöglicht wird. Damit wird ein besonderer Fokus auf Regionen gelegt, die bislang aufgrund ihrer geographischen Lage keine internationalen Studierenden und Schulklassen im Rahmen der Projektarbeit von EmS zusammenbringen konnten.
Mit dieser Programmlinie soll im ländlichen Raum gezielt die interkulturelle Sensibilität und die Motivation für einen Auslandsaufenthalt gefördert werden. Für die internationalen Studierenden ergibt sich dadurch die Möglichkeit, weitere – vielleicht für sie noch unbekannte – Teile Deutschlands authentisch kennenzulernen.

Eine Besonderheit dieser neuen Programmlinie ist, dass die virtuelle Projektdurchführung ergänzend zur Vor-Ort-Durchführung genutzt werden kann. Projekte können also je nach Bedarf und Möglichkeiten virtuell, hybrid oder aber teilweise virtuell und teilweise als Präsenzprojekt (blended) durchgeführt werden.

Das jeweilige EmS-Standort-Team soll die Projekte im ländlichen Raum wie bei EmS-Classic eigenständig durchführen. Gibt es in der Umgebung kein aktives Standort-Team, können Absprachen und die Durchführung der Projekte auch bilateral zwischen Lehrkraft und internationalen Studierenden über die DAAD-Koordination stattfinden.

Back to School (BtS)

Zu guter Letzt wird es zukünftig auch für Studierende, die während ihres Studiums im Ausland waren, die Möglichkeit geben, von ihren Auslandsaufenthalten zu berichten: Mit Back to School können Studierende an ihre ehemalige Schule in Deutschland gehen und dort von ihrem Auslandssemester an einer Hochschule oder einem Auslandspraktikum und den dabei entstandenen Eindrücken und Erlebnissen erzählen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Studierenden beispielsweise an ihre ehemalige Grundschule oder weiterführende Schule gehen.

BtS gibt somit erstmals auch Studierenden aus Deutschland die Möglichkeit selbst ein EmS-Projekt zum Leben im Ausland an Schulen durchzuführen. So können auch sie von ihren Eindrücken und Erfahrungen im Ausland berichten und selbst zum Botschafter und zur Botschafterin für Europa und das jeweilige Land werden. Der Vorteil an dieser neuen Programmlinie ist es, dass deutsche Studierende an ihre eigene Schule gehen und so bereits Kontakte zu dieser haben und diese gut kennen. Dadurch ist eine Betreuung der Projekte über ein Standort-Team, welcher die Projekte lokal organisiert und koordiniert, nicht notwendig.

Fragen zu dieser neuen Programmlinie können direkt per E-Mail an das Back to School-Team im DAAD gestellt werden.